Der Atem in seiner komplexen Vernetzung und Wirkungsweise
Die Atmung ist mit allen Vorgängen im Organismus verbunden. Das Atemgeschehen ist ein Indikator für unseren inneren Zustand, unsere Spannungsunterschiede im Körper, unser Befinden, unser Gestimmtsein.
Stress, Gedanken, Gefühle und körperliche Veränderungen wirken sich wie ein Spiegelbild auf die Atmung aus. Ein flexibler, fliessender, innen und aussen verbundener Atem ist Wohlbefinden, Lebendigkeit und Lebensfreude, getragen in ruhender Mitte.
Die autonome Regulation der Atmung geht vom Atemzentrum aus. Primär unterliegt die Atemfunktion dieser lebenswichtigen, physiologischen, autonomen Steuerungszentrale. Im weiteren wirken über höhere Hirnareale unzählige, unbewusste, emotional bedingte Einflüsse hemmend oder fördernd auf das Atemgeschehen ein.
Die individuellen Erbanlagen, die ein Mensch mit ins Leben bringt und die Prägungen in den frühen Lebensjahren formen das Atemmuster. Dieses individuell „gewordene“ Atemmuster/-verhalten wirkt immer auf das aktuelle, situative Atmen ein, schwingt mit und beeinflusst, bestimmt die Art und Weise unseres Verhalten und Sein in der Welt mit.
Dieses komplexe Geschehen ermöglicht der Atemtherapie mit ihren weit gefächerten, fundierten Arbeitstechniken regulierend Impulse zu geben und nachhaltig, gesundheits- und entwicklungsfördernd Einfluss zu nehmen. Mein Wissen und Werkzeuge sind durch die psychodynamische Atem– und Körpertherapie LIKA bestimmt und im weiteren durch Ansätze der Atemarbeit Middendorf.
